Tomaten einkochen als Tomatensauce ist mehr als nur eine Methode zur Konservierung; es ist eine Herzensangelegenheit, die den Sommer in Gläsern einfängt! Stellen Sie sich vor, den vollen, sonnenverwöhnten Geschmack frischer, reifer Tomaten auch noch in den kalten Wintermonaten genießen zu können. Genau das ermöglicht uns diese wunderbare Tradition, die Küche mit den Aromen der wärmsten Jahreszeit zu füllen.
Die Kunst des Einkochens von Tomaten hat eine tiefe kulturelle Verankerung, besonders in mediterranen Regionen wie Italien, wo die Tomate das Herzstück unzähliger Gerichte bildet. Dort ist es seit Generationen üblich, die reichhaltige Ernte zu verarbeiten, um den Vorratsschrank mit hausgemachten Köstlichkeiten zu füllen. Es war die smarte Lösung, den Sommer über den Winter zu retten und so stets eine aromatische Basis für unzählige Gerichte wie Pasta, Pizza oder deftige Eintöpfe zur Hand zu haben. Ich finde, das ist eine Tradition, die wir unbedingt fortführen sollten!
Doch warum lieben wir diese hausgemachte Tomatensauce so sehr? Es ist die unübertroffene Frische und der intensive, natürliche Geschmack, der jede gekaufte Soße in den Schatten stellt. Sie wissen genau, was drin ist – keine unnötigen Zusatzstoffe, keine versteckten Zucker, nur pure, unverfälschte Tomatenliebe. Diese Bequemlichkeit, jederzeit eine hochwertige Basis für Ihre Lieblingsrezepte bereitzuhalten, ist unbezahlbar. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie einfach und lohnenswert es ist, Tomaten einkochen als Tomatensauce in Ihrer eigenen Küche umzusetzen und so ein Stückchen Sommer das ganze Jahr über zu bewahren.
Zutaten:
- 5 kg reife Tomaten (z.B. San Marzano, Roma oder andere Fleischtomaten), gewaschen und geviertelt.
- 6-8 große Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt.
- 100 ml Olivenöl extra vergine.
- 2 Esslöffel getrockneter Oregano.
- 2 Esslöffel getrockneter Thymian.
- 1 Bund frischer Basilikum, Blätter abgezupft und grob gehackt (oder 2 EL getrockneter Basilikum für die Kochanfangsphase, falls kein frischer verfügbar ist).
- 2 Teelöffel Salz (oder nach Geschmack).
- 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (oder nach Geschmack).
- Optional: 1 Teelöffel Zucker, um die Säure auszugleichen.
- Optional: eine Prise Chiliflocken für leichte Schärfe.
- Sterilisierte Einmachgläser mit Deckeln (ca. 6-8 Gläser à 500 ml).
Vorbereitung der Tomaten und des Röstgemüses
- Die Tomaten vorbereiten: Beginnen Sie damit, Ihre 5 kg reifen Tomaten gründlich unter fließendem Wasser zu waschen. Es ist wichtig, jeglichen Schmutz oder Rückstände zu entfernen. Ich persönlich achte darauf, nur makellose Tomaten zu verwenden, da kleine Makel beim Einkochen problematisch werden könnten. Nach dem Waschen vierteln Sie jede Tomate. Bei größeren Tomaten wie Fleischtomaten schneide ich sie manchmal auch in Achtel, um eine gleichmäßigere Röstung zu gewährleisten. Entfernen Sie dabei den Strunkansatz. Sie müssen die Kerne oder die Haut nicht entfernen, da diese später durch Passieren oder Pürieren entfernt werden können und wertvolles Aroma beisteuern. Das Rösten mit Haut und Kernen trägt tatsächlich zu einer tieferen Geschmacksentwicklung bei und ist ein Geheimnis dieser besonders aromatischen Tomatensauce.
- Knoblauch und Kräuter vorbereiten: Schälen Sie die 6-8 großen Knoblauchzehen. Ich empfehle, sie grob zu hacken, anstatt sie zu pressen, da grob gehackter Knoblauch beim Rösten nicht so schnell verbrennt und seinen Geschmack gleichmäßiger abgibt. Für die getrockneten Kräuter – 2 Esslöffel Oregano und 2 Esslöffel Thymian – stelle ich sie beiseite. Falls Sie keinen frischen Basilikum zur Hand haben oder lieber mehr getrocknete Kräuter verwenden möchten, können Sie hier auch schon 2 Esslöffel getrockneten Basilikum hinzufügen. Frischer Basilikum wird normalerweise erst später hinzugefügt, um sein delikates Aroma zu bewahren, da er bei zu langer Hitzeeinwirkung schnell an Geschmack verliert.
- Backofen vorheizen und Backbleche vorbereiten: Heizen Sie Ihren Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor. Während der Ofen aufheizt, bereiten Sie Ihre Backbleche vor. Ich verwende gerne zwei große Backbleche, die ich mit Backpapier auslege. Das verhindert nicht nur ein Ankleben der Tomaten, sondern erleichtert auch die spätere Reinigung erheblich. Achten Sie darauf, dass die Bleche groß genug sind, um die Tomaten in einer einzigen Schicht auszulegen. Wenn die Bleche zu voll sind, können die Tomaten nicht optimal rösten.
- Tomaten und Knoblauch vermengen: Geben Sie die geviertelten Tomaten und den grob gehackten Knoblauch in eine sehr große Schüssel. Fügen Sie nun das 100 ml Olivenöl extra vergine hinzu. Ich persönlich wähle hierfür immer ein gutes, natives Olivenöl, da es maßgeblich zum Endgeschmack der Sauce beiträgt. Geben Sie auch den getrockneten Oregano und Thymian, die 2 Teelöffel Salz und den 1 Teelöffel frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu. Wenn Sie die optionale Prise Chiliflocken für eine leichte Schärfe wünschen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie hinzuzufügen. Vermengen Sie alles gründlich mit Ihren Händen oder einem großen Löffel, sodass alle Tomatenstücke und der Knoblauch gut mit dem Öl und den Gewürzen überzogen sind. Diese Vorbereitung sorgt dafür, dass die Aromen tief in die Tomaten eindringen, bevor sie im Ofen geröstet werden.
- Tomaten auf den Blechen verteilen: Verteilen Sie die gewürzten Tomaten gleichmäßig auf den vorbereiteten Backblechen. Es ist entscheidend, dass die Tomaten nicht zu dicht liegen. Eine einzelne Schicht ermöglicht eine optimale Verdunstung der Flüssigkeit und eine schöne Röstung. Wenn die Bleche zu voll sind, dämpfen die Tomaten eher, anstatt zu rösten, und das wollen wir ja vermeiden, um das intensive Aroma zu erzielen, das unser “Tomaten einkochen als Tomatensauce” so besonders macht. Die entstehende Karamellisierung an den Rändern und auf der Oberfläche der Tomaten ist essenziell für den tiefen Umami-Geschmack.
Das Rösten der Tomaten für intensiven Geschmack
- Die Tomaten rösten: Schieben Sie die Backbleche in den vorgeheizten Ofen. Rösten Sie die Tomaten für etwa 45 bis 60 Minuten. Die genaue Zeit hängt von der Wassermenge in Ihren Tomaten und der Leistung Ihres Ofens ab. Mein Tipp ist, die Tomaten nach etwa 30 Minuten einmal zu wenden oder umzurühren, damit alle Seiten gleichmäßig rösten können. Achten Sie darauf, dass die Tomaten am Rand leicht karamellisiert und an einigen Stellen leicht gebräunt sind. Die Flüssigkeit sollte merklich reduziert sein und der Knoblauch weich und duftend. Dieses Rösten konzentriert die natürlichen Zucker der Tomaten und verleiht der Sauce eine unglaubliche Tiefe und Süße, die man bei ungekochten Tomatensaucen nur schwer erreicht. Dieser Schritt ist der Schlüssel zu einem außergewöhnlichen Geschmack und unterscheidet dieses Rezept von vielen anderen traditionellen Methoden des Tomateneinkochens. Es intensiviert das Aroma auf eine Weise, die den Sommergeschmack wirklich einfängt und konserviert.
- Abkühlen lassen: Nehmen Sie die Bleche aus dem Ofen und lassen Sie die gerösteten Tomatenmischung für etwa 10-15 Minuten abkühlen. Das macht das weitere Verarbeiten einfacher und sicherer, da die Masse dann nicht mehr so heiß ist. Währenddessen können Sie schon mal die sterilen Einmachgläser und Deckel bereitlegen und sicherstellen, dass sie wirklich sauber und unversehrt sind. Eine gute Vorbereitung an dieser Stelle erspart Ihnen später Stress und gewährleistet die Hygiene.
Verarbeitung der gerösteten Tomaten zur Sauce
- Pürieren der Tomatenmischung: Geben Sie die leicht abgekühlte geröstete Tomaten-Knoblauch-Mischung vorsichtig vom Backblech in einen großen, hitzebeständigen Topf. Nun kommt der Pürierstab zum Einsatz. Pürieren Sie die Mischung direkt im Topf, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich persönlich mag meine Tomatensauce eher rustikal mit kleinen Stückchen, daher püriere ich nicht ganz fein. Wenn Sie eine sehr glatte Sauce bevorzugen, können Sie die Mischung auch durch eine Passiermühle (Flotte Lotte) geben, um Kerne und Schalen vollständig zu entfernen. Dies erfordert zwar etwas mehr Aufwand und ein zusätzliches Küchengerät, aber das Ergebnis ist eine samtig-glatte Sauce, die perfekt als Pizzasauce oder für feine Pasta-Gerichte geeignet ist. Wenn Sie sich für die Passiermühle entscheiden, drücken Sie die Masse sorgfältig durch und entsorgen Sie die übrig gebliebenen Schalen und Kerne.
- Frischen Basilikum und optionale Zutaten hinzufügen: Wenn Sie frischen Basilikum verwenden, ist jetzt der Zeitpunkt, die abgezupften und grob gehackten Blätter unter die pürierte Sauce zu rühren. Frischer Basilikum verliert bei zu langem Kochen schnell sein Aroma, daher füge ich ihn immer erst am Ende der Kochzeit hinzu, damit sein frischer, pfeffriger Geschmack erhalten bleibt. Wenn Sie die optionale Prise Zucker zum Ausgleich der Säure verwenden möchten, fügen Sie diese ebenfalls hinzu. Rühren Sie gut um und schmecken Sie die Sauce ab. Ich empfehle, hier wirklich sorgfältig zu sein und gegebenenfalls noch etwas Salz, Pfeffer oder Zucker hinzuzufügen, bis der Geschmack perfekt ausgewogen ist. Denken Sie daran, dass der Geschmack beim Einkochen noch intensiver werden kann, daher lieber etwas vorsichtiger würzen und bei Bedarf später nachwürzen.
- Die Sauce köcheln lassen: Stellen Sie den Topf mit der Tomatensauce auf mittlere Hitze und bringen Sie sie langsam zum Köcheln. Reduzieren Sie dann die Hitze auf niedrig und lassen Sie die Sauce für weitere 15-30 Minuten sanft köcheln. Rühren Sie dabei regelmäßig um, um ein Anbrennen zu verhindern, besonders wenn die Sauce dicker wird. Das Köchelnlassen dient dazu, die Aromen noch weiter zu verbinden und die Sauce auf die gewünschte Dicke zu reduzieren. Eine gute Tomatensauce sollte nicht zu wässrig sein, besonders wenn sie als Basis für andere Gerichte dienen soll. Eine eingekochte Sauce hält auch nach dem Öffnen länger im Kühlschrank, wenn sie die richtige Konsistenz hat, da eine höhere Dichte die Feuchtigkeit und damit das Wachstum von Mikroorganismen reduziert.
Das Einkochen der Tomatensauce für lange Haltbarkeit
- Einmachgläser vorbereiten: Während die Sauce köchelt, bereiten Sie die sterilisierten Einmachgläser vor. Ich persönlich bevorzuge Weck-Gläser oder Twist-Off-Gläser mit neuen Deckeln, da diese eine zuverlässige Dichtung gewährleisten. Es ist absolut entscheidend, dass die Gläser und Deckel keimfrei sind, um die Haltbarkeit der Sauce zu gewährleisten und das Wachstum unerwünschter Keime zu verhindern. Sie können die Gläser im Backofen bei 130°C für 15 Minuten sterilisieren, in kochendem Wasser für 10 Minuten oder in der Spülmaschine im Heißprogramm (min. 70°C). Die Deckel sollten separat in heißem, nicht kochendem Wasser liegen, bis sie verwendet werden, um ihre Dichtung nicht zu beschädigen. Ein sauberes Küchentuch unter den Gläsern kann helfen, Bruch zu vermeiden, wenn Sie die heiße Sauce einfüllen.
- Die Gläser füllen: Füllen Sie die kochend heiße Tomatensauce vorsichtig in die vorbereiteten heißen Einmachgläser. Ich verwende hierfür einen Trichter mit großer Öffnung, um Kleckern zu vermeiden und eine saubere Arbeitsweise zu gewährleisten. Füllen Sie die Gläser bis etwa 1-2 cm unter den Rand (den sogenannten “Kopfraum”). Dieser Kopfraum ist wichtig, damit sich beim Einkochprozess ein Vakuum bilden kann. Entfernen Sie mit einem sauberen Tuch jegliche Saucenreste am Glasrand, da diese das Vakuum beeinträchtigen könnten. Verschließen Sie die Gläser sofort mit den Deckeln. Bei Twist-Off-Gläsern drehen Sie die Deckel fest zu. Bei Weck-Gläsern legen Sie die Gummiringe und Klammern an. Die heiße Füllung und das sofortige Verschließen sind ein erster Schritt zur Haltbarmachung.
- Einkochen im Wasserbad: Stellen Sie die gefüllten und verschlossenen Gläser in einen großen Einkochtopf. Ich lege immer ein Küchentuch oder einen Einkochrost auf den Boden des Topfes, um direkten Kontakt der Gläser mit dem Topfboden zu verhindern und ein Klappern zu vermeiden, das zu Bruch führen könnte. Füllen Sie den Topf mit heißem Wasser, bis die Gläser mindestens zu zwei Dritteln, besser noch vollständig, bedeckt sind. Das Wasser sollte ungefähr die gleiche Temperatur wie der Inhalt der Gläser haben, um Spannungsrisse zu vermeiden. Bringen Sie das Wasser zum Kochen. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, lassen Sie die Gläser für 30 Minuten bei konstanter Hitze einkochen. Dieser Schritt ist entscheidend, um alle potenziell vorhandenen Keime abzutöten und die Sauce sicher für lange Zeit haltbar zu machen.
- Abkühlen lassen und Vakuum prüfen: Nach 30 Minuten nehmen Sie die Gläser vorsichtig mit einer Zange aus dem Wasserbad und stellen Sie sie auf ein Küchentuch auf einer Arbeitsfläche. Lassen Sie die Gläser ungestört vollständig abkühlen – dies kann bis zu 24 Stunden dauern. Während des Abkühlens bildet sich das Vakuum im Glasinneren. Bei Twist-Off-Gläsern hören Sie oft ein deutliches “Plopp” oder der Deckel wölbt sich nach innen. Sobald die Gläser vollständig abgekühlt sind, prüfen Sie das Vakuum. Der Deckel sollte leicht nach innen gewölbt sein und beim Drücken nicht nachgeben. Wenn ein Deckel nachgibt, ist kein Vakuum vorhanden und die Sauce muss im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Dieses korrekte Vakuum ist entscheidend für die lange Haltbarkeit, die unsere “Tomaten einkochen als Tomatensauce” so praktisch macht.
Lagerung und Genuss Ihrer hausgemachten Tomatensauce
- Die fertige Sauce lagern: Lagern Sie Ihre eingemachte Tomatensauce an einem kühlen, dunklen Ort, wie einem Vorratsschrank oder Keller. Ungeöffnet und mit korrektem Vakuumverschluss hält sich die Sauce problemlos für 12 Monate. Ich notiere mir gerne das Datum des Einkochens auf den Gläsern, um den Überblick zu behalten und sicherzustellen, dass ich die ältesten Gläser zuerst verbrauche. Denken Sie daran, dass das Aroma der Sauce im Laufe der Zeit sogar noch intensiver werden kann, da die Geschmacksstoffe sich weiter verbinden und reifen. Die Geduld zahlt sich hier aus!
- Verwendungsmöglichkeiten: Diese vielseitige, geröstete Tomatensauce ist eine wunderbare Basis für unzählige Gerichte. Ich verwende sie am liebsten für meine hausgemachte Pasta, als reichhaltige Pizzasauce oder als Grundlage für eine herzhafte Lasagne. Sie eignet sich auch hervorragend als Basis für Suppen, Eintöpfe oder als Sauce für Fleisch- und Gemüsegerichte. Der intensive Sommergeschmack, den Sie durch das Rösten und Einkochen bewahren konnten, wird Sie und Ihre Familie das ganze Jahr über begeistern und jede Mahlzeit zu etwas Besonderem machen.
- Nach dem Öffnen: Sobald ein Glas geöffnet wurde, sollte die Sauce im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 5 Tagen verbraucht werden. Sollten Sie eine größere Menge produziert haben und nicht alles auf einmal verbrauchen können, können Sie die Sauce auch portionsweise einfrieren. Ich fülle sie dann in gefriersichere Behälter oder Beutel und taue sie bei Bedarf einfach im Kühlschrank über Nacht oder in der Mikrowelle auf. Das ist eine großartige Option, um auch über die 12 Monate Haltbarkeit hinaus immer eine Portion dieser köstlichen Sauce zur Hand zu haben und so keinen Rest verschwenden zu müssen.
- Ein Blick auf die Tradition: Das Einkochen von Tomaten hat, wie Sie vielleicht wissen, in vielen mediterranen Ländern eine lange und reiche Tradition. In Italien ist das gemeinsame „conserva di pomodoro“ am Ende des Sommers oft ein Familienereignis, bei dem Generationen zusammenkommen, um die Fülle der Ernte zu verarbeiten. Diese Praxis entstand aus der Notwendigkeit, die reichhaltige Sommerernte für die Wintermonate haltbar zu machen, lange bevor es Supermärkte gab. Unsere geröstete Variante ist eine modernere Interpretation, die ich persönlich bevorzuge, da sie den Geschmack noch intensiver und komplexer macht als die traditionellen, oft nur gekochten Tomatensaucen. Es ist ein wunderbares Gefühl, diese Tradition mit einem verbesserten Aroma in die eigene Küche zu bringen und zu wissen, dass man den Sommergeschmack konserviert hat, der jedes Fertigprodukt aus dem Supermarkt durch seinen reichen, authentischen Geschmack übertrifft.

Fazit:
Liebe Kochbegeisterte, liebe Freundinnen und Freunde der guten Küche, wir sind am Ende unserer gemeinsamen Reise durch die wunderbare Welt des Tomaten-Einkochens angekommen. Ich hoffe aufrichtig, dass ich euch mit diesem Rezept inspirieren konnte, euch selbst an dieses erfüllende Projekt zu wagen. Wenn ihr das Gefühl von reifen, sonnenverwöhnten Tomaten in euren Händen spürt und den aromatischen Duft der köchelnden Sauce in eurer Küche wahrnehmt, werdet ihr verstehen, warum das Tomaten einkochen als Tomatensauce so viel mehr ist als nur ein Kochvorgang. Es ist eine Hommage an die Natur, an die Jahreszeiten und an die unvergleichliche Qualität selbstgemachter Lebensmittel.
Warum solltet ihr dieses Rezept unbedingt ausprobieren? Ganz einfach: Weil ihr es verdient habt, den wahren Geschmack von Tomaten zu erleben. Vergesst fade Fertigprodukte, die mit unnötigem Zucker, Konservierungsstoffen und Aromen vollgepackt sind. Mit eurer eigenen, frisch eingekochten Tomatensauce habt ihr die volle Kontrolle über jeden einzelnen Inhaltsstoff. Ihr wisst genau, was drin ist – und was nicht. Das Ergebnis ist eine Sauce, die vor Frische strotzt, eine unglaubliche Tiefe im Geschmack hat und eure Gerichte auf ein völlig neues Niveau hebt. Stellt euch vor, wie ihr mitten im Winter, wenn frische Tomaten teuer und oft geschmacklos sind, ein Glas eurer selbstgemachten Sommersonne öffnet. Das ist nicht nur praktisch, das ist pure Lebensfreude!
Die Vielseitigkeit dieser hausgemachten Tomatensauce ist schlichtweg phänomenal. Sie ist die perfekte Grundlage für eine unendliche Palette an kulinarischen Kreationen. Natürlich ist der Klassiker die Pasta – eine einfache Spaghetti al Pomodoro, bei der eure Sauce der strahlende Star ist, wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aber denkt auch darüber nach, sie als Basis für eure hausgemachte Pizza zu verwenden. Ein Klecks davon auf einem knusprigen Teig, belegt mit frischem Mozzarella und Basilikum, wird eure Pizzeria-Erfahrung für immer verändern. Wie wäre es mit einem herzhaften Shakshuka zum Brunch, bei dem die Eier sanft in eurer aromatischen Sauce pochiert werden? Oder verwendet sie als reichhaltige Basis für Eintöpfe und Schmorgerichte, die eine tiefgründige, tomatige Note benötigen. Auch als Beilage zu Polenta, Gnocchi oder einfach nur mit einem guten Stück Brot zum Dippen ist sie ein Gedicht.
Und das Beste daran? Ihr könnt mit diesem Grundrezept nach Herzenslust experimentieren und es an eure persönlichen Vorlieben anpassen. Für eine extra würzige Note könnt ihr beim Einkochen frische Kräuter wie Oregano, Thymian oder einen ganzen Bund Basilikum hinzufügen (denkt daran, Basilikum erst zum Schluss oder nach dem Öffnen des Glases frisch hinzuzufügen, da es beim Kochen leicht an Aroma verliert). Eine Prise Chiliflocken verleiht der Sauce eine angenehme Schärfe. Ein Schuss Rotwein, der zusammen mit den Zwiebeln eingekocht wird, kann eine zusätzliche geschmackliche Tiefe schaffen. Für eine rustikalere Textur könnt ihr einen Teil der Tomaten einfach grob zerkleinern statt sie komplett zu pürieren. Wenn ihr es samtiger mögt, passiert die Sauce nach dem Kochen durch ein feines Sieb. Probiert es aus! Ich ermutige euch, eure eigene Signatur-Tomatensauce zu entwickeln.
Jetzt seid ihr dran! Lasst euch nicht von der Vorstellung abschrecken, dass das Einkochen kompliziert sei. Es ist ein Prozess, der Liebe und ein wenig Geduld erfordert, aber die Belohnung ist unermesslich. Schnappt euch eure reifsten Tomaten, eure Lieblingskräuter und legt los. Die Zufriedenheit, die ihr empfindet, wenn ihr die fertigen Gläser in eurem Vorratsschrank stehen seht, ist unbezahlbar. Und wenn ihr dieses wunderbare Projekt in Angriff genommen habt, dann teilt bitte eure Erfahrungen! Ich bin unglaublich gespannt darauf, eure Geschichten zu hören, eure Fotos zu sehen und eure eigenen Tipps und Variationen zu erfahren. Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Artikel oder teilt eure Kreationen in den sozialen Medien mit dem Hashtag #MeineEingekochteTomatensauce. Lasst uns gemeinsam die Freude am Selbermachen zelebrieren und die Küche in ein wahres Schlaraffenland verwandeln!
Ich bin überzeugt, dass dieses Rezept für Tomaten einkochen als Tomatensauce zu einem festen Bestandteil eures Küchenrepertoires werden wird. Es ist nicht nur ein Rezept, es ist eine Investition in Geschmack, Gesundheit und Freude. Guten Appetit und viel Spaß beim Einkochen!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie lange hält sich selbstgemachte Tomatensauce, die eingekocht wurde?
Wenn die Tomatensauce richtig eingekocht wurde (d.h. die Gläser sterilisiert sind und sich ein Vakuum gebildet hat), hält sie sich an einem kühlen, dunklen Ort problemlos 12 bis 18 Monate. Manche schwören sogar auf bis zu zwei Jahre. Sobald ein Glas geöffnet wurde, sollte die Sauce im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 5-7 Tagen verbraucht werden.
Welche Tomaten eignen sich am besten zum Einkochen als Tomatensauce?
Für eine aromatische Tomatensauce eignen sich fleischige, reife Sorten mit wenig Kernen und Saft besonders gut. Klassiker sind San Marzano, Roma-Tomaten (Flaschentomaten) oder andere Eier- bzw. Flaschentomaten. Aber auch Ochsenherz-Tomaten oder gut ausgereifte, süße Rundtomaten sind hervorragend geeignet. Wichtig ist, dass die Tomaten richtig reif sind, um das volle Aroma zu gewährleisten.
Muss ich die Tomaten vor dem Einkochen schälen?
Es ist empfehlenswert, die Tomaten zu schälen, da die Schale beim Kochen zäh werden und die Textur der Sauce beeinträchtigen kann. Das Schälen ist relativ einfach: Kreuzförmig anritzen, kurz in kochendes Wasser tauchen und dann sofort in Eiswasser abschrecken. Die Haut lässt sich dann leicht abziehen. Wer es rustikaler mag oder eine feine Passiermaschine besitzt, kann die Tomaten auch ungeschält kochen und später passieren, um die Schalen zu entfernen.
Kann ich gefrorene Tomaten für die Sauce verwenden?
Ja, absolut! Das ist eine fantastische Möglichkeit, saisonale Überschüsse zu nutzen. Gefrorene Tomaten können direkt und unaufgetaut in den Topf gegeben werden. Beim Auftauen und Kochen geben sie viel Flüssigkeit ab, was beim Einkochen der Sauce berücksichtigt werden muss (ggf. länger einkochen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen). Das Schälen ist bei gefrorenen Tomaten sogar noch einfacher: Nach kurzem Antauen lässt sich die Haut oft mühelos abziehen.
Was tun, wenn die selbstgemachte Tomatensauce zu sauer schmeckt?
Manchmal sind die Tomaten von Natur aus säuerlicher. Um die Säure auszugleichen, gibt es mehrere Tricks: Ein Teelöffel Zucker oder Honig kann Wunder wirken, da er die Säure neutralisiert, ohne die Sauce süß zu machen. Auch eine Prise Natron (nicht zu viel, sonst schmeckt es seifig) kann helfen. Eine weitere Möglichkeit ist, eine geriebene Karotte mitzukochen, da deren Süße natürlich die Säure mildert und der Sauce zusätzlich eine schöne Farbe verleiht.
Benötige ich spezielle Gläser zum Einkochen?
Für das Einkochen von Tomatensauce benötigt man Einmachgläser mit Schraubverschluss oder Bügelverschluss, die hitzebeständig sind. Wichtig ist, dass die Deckel oder Gummiringe intakt sind und dicht schließen, um ein Vakuum bilden zu können. Marmeladengläser sind oft ungeeignet, da ihre Deckel nicht für den Einkochprozess konzipiert sind. Weck-Gläser oder Twist-Off-Gläser mit neuen Deckeln sind ideal.

Tomaten einkochen: Perfekte hausgemachte Tomatensauce
Diese Methode verwandelt frische Tomaten in eine köstliche hausgemachte Tomatensauce. Die Tomaten werden im Ofen geröstet, was ihnen ein intensives Aroma verleiht. Mit Knoblauch, verschiedenen Kräutern wie Thymian, Oregano und Basilikum verfeinert, entsteht eine vielseitig einsetzbare Sauce. Der Einmachprozess konserviert den Sommergeschmack für viele Monate. Ideal für Pasta, als Pizzasauce oder Basis für Suppen und Eintöpfe.
Zutaten
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5 kg reife Tomaten, gewaschen und geviertelt
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6-8 große Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
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100 ml Olivenöl extra vergine
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2 Esslöffel getrockneter Oregano
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2 Esslöffel getrockneter Thymian
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1 Bund frischer Basilikum (Blätter abgezupft) oder 2 EL getrockneter Basilikum
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2 Teelöffel Salz
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1 Teelöffel schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
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Optional: 1 Teelöffel Zucker
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Optional: eine Prise Chiliflocken
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Sterilisierte Einmachgläser mit Deckeln (ca. 6-8 Gläser à 500 ml)
Anweisungen
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Step 1
5 kg Tomaten waschen, vierteln und den Strunk entfernen. 6-8 Knoblauchzehen schälen und grob hacken. -
Step 2
Tomaten und Knoblauch mit 100 ml Olivenöl, 2 EL Oregano, 2 EL Thymian, 2 TL Salz, 1 TL Pfeffer (optional Chiliflocken) in einer großen Schüssel vermengen. -
Step 3
Die Tomatenmischung gleichmäßig auf 2 mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen. Im auf 200°C vorgeheizten Ofen 45-60 Minuten rösten, bis sie leicht karamellisiert und weich sind. Nach ca. 30 Min. einmal umrühren. Anschließend leicht abkühlen lassen. -
Step 4
Die geröstete Mischung in einen Topf geben und mit einem Pürierstab zur gewünschten Konsistenz pürieren. Für eine sehr glatte Sauce kann die Mischung durch eine Passiermühle gegeben werden. -
Step 5
Frischen Basilikum (falls verwendet) und optional 1 TL Zucker einrühren. Die Sauce abschmecken und bei mittlerer Hitze zum Köcheln bringen. Dann 15-30 Minuten sanft köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. -
Step 6
Sterilisierte, heiße Einmachgläser (6-8 Gläser à 500 ml) bis 1-2 cm unter den Rand mit der kochend heißen Sauce füllen. Glasränder säubern und sofort fest verschließen. -
Step 7
Die gefüllten Gläser in einem großen Einkochtopf auf einem Küchentuch platzieren. Mit heißem Wasser bedecken (mindestens 2/3 Höhe). Zum Kochen bringen und 30 Minuten bei konstanter Hitze einkochen. -
Step 8
Gläser vorsichtig aus dem Wasserbad nehmen, auf einem Küchentuch abkühlen lassen (bis zu 24 Std.). Nach dem Abkühlen das Vakuum prüfen: Der Deckel sollte nach innen gewölbt sein und beim Drücken nicht nachgeben. -
Step 9
Ungeöffnete, korrekt eingekochte Sauce kühl und dunkel für 12 Monate lagern. Geöffnete Sauce im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 5 Tagen verbrauchen. Reste können portionsweise eingefroren werden.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.


